Reifensteiner Verband e.V. - Verein ehemaliger Reifensteiner

Gegründet 1897
Geschäftsstelle: Postfach 10 11 33, 31111 Hildesheim
1. Vorsitzende: Frau Ina Farwick
2. Vorsitzende: Frau Karola Paul


Bücher über den Reifensteiner Verband, seine Schulen und Schülerinnen:

Zeitungsartikel zur Publikation von Frau Dr. Wörner-Heil:

In der Hessische Allgemeine, Kassel vom 07. Dezember 2010 wurde zur Buchvorstellung von Frau Dr. Wörner Heil ein Artikel über "Die frühe Feministin - Buch über Pionierinnen der Berufsbildung - darunter die Kasselerin Auguste Förster" veröffentlicht.

Publikationen von Frau Dr. Wörner-Heil:


Käthe Delius (1893-1977) - Hauswirtschaft als Wissenschaft
Publikation von Frau Dr. Ortrud Wörner-Heil

Stets auf der Suche: nach Wegen, der Hauswirtschaft als eine der grundlegenden Wirtschaftsformen der modernen Gesellschaft Anerkennung zu verschaffen, nach Möglichkeiten, Schul- und Bildungsangebote für Frauen, insbesondere im ländlich-hauswirtschaftlichen Bereich, zu professionalisieren und nicht zuletzt danach, die Wertschätzung von Frauenarbeit zu stärken - Käthe Delius widmete ihr jahrzehntelanges Berufsleben diesen Zielen. Ausgebildet als Lehrerin der landwirtschaftlichen Haushaltungskunde an der Wirtschaftlichen Frauenschule Obernkirchen des Reifensteiner Verbandes war sie die erste Frau, die in Deutschland im Jahr 1923 als Ministerialrätin in ein Landwirtschaftsministerium berufen wurde. Ihre Überzeugung, eine professionelle Hauswirtschaft, verbunden mit verschiedenen Berufen, setze voraus, diese als Wissenschaft zu etablieren, ließ sie schon in der Weimarer Republik ein Institut für Hauswirtschaftswissenschaft gründen. Als Direktorin der Bundesforschungsanstalt für Hauswirtschaft in der jungen Bundesrepublik suchte sie diese Intentionen weiterzuführen und wurde so eine Wegbereiterin eines Studiums der Ökotrophologie.

Ortrud Wörner-Heil recherchierte in zahlreichen Archiven, bearbeitete umfängliche und bisher unberücksichtigte Materialien. So entstand fast fünfzig Jahre nach dem Tod von Käthe Delius neben einer umfassenden Werkschau auch eine aufschlussreiche Schilderung der außergewöhnlichen Persönlichkeit und Berufsleistung der heute vergessenen Pionierin. Besondere Berücksichtigung findet ihre Tätigkeit im Nationalsozialismus, die Korrektur der Behauptung, sie sei eine "namhafte Nationalsozialistin" gewesen und ihre Inhaftierung im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen von 1945 bis 1950.
Das Buch umfasst 376 Seiten und kostet 24,95 Euro zzgl. Porto und kann in der Geschäftsstelle des Reifensteiner Verbandes bestellt werden.



Adelige Frauen als Pionierinnen der Berufsbildung - Die ländliche Hauswirtschaft und der Reifensteiner Verband
Publikation von Frau Dr. Ortrud Wörner-Heil

Der Verlag Kassel University Press beschreibt die neue erschienene Publikation von Frau Dr. Wörner-Heil wie folgt:

"…schlich ich mich doch tatsächlich verstohlen an einem warmen Sonntag im April letzten Jahres während der Mittagsstunde des Personals…mit einem Spaten und einer Harke hinaus und hob fieberhaft ein kleines Stück Boden aus, wühlte die Erde um, säte heimlich Prunkwinden und rannte völlig erhitzt und schuldbewusst wieder zurück ins Haus, ließ mich in einen Sessel fallen, hinter ein Buch verschanzt, um meinen guten Ruf zu retten. Und warum darf man das nicht? Es ist nicht anmutig und es macht einen heiß; aber es ist eine gesegnete Art von Arbeit…" (Elizabeth von Arnim).

Den Weg für Frauen zu bahnen, eine erwünschte, sinnvolle Arbeit leisten zu dürfen, auch wenn sie körperlich anstrengend war und bei Sonne und Wind stattfinden musste, daran war die preußische Offizierstochter Ida von Kortzfleisch gemeinsam mit gleich gesinnten nicht-adeligen Frauen wesentlich beteiligt. Um Frauen zu ermöglichen, ein - auch wirtschaftlich - selbstständiges Leben zu führen, wandte sie sich gegen traditionelle Vorstellungen von einem "guten Ruf". Sie forderte vielmehr, einen Beruf ergreifen zu können und eine qualitätvolle Berufsausbildung.

Die Autorin weist nach, dass adelige Frauen aus verschiedenen Adelsgruppen schon am Ende des 19. Jahrhunderts interessiert an einer Berufsausbildung waren. Mit dem Gebiet der ländlichen Hauswirtschaft erschlossen sie sich außerhäusliche und standesübergreifende Berufsfelder. Adelige Frauen trugen dazu bei, einen neuen Schultypus zu etablieren: die Wirtschaftlichen Frauenschulen auf dem Lande des Reifensteiner Verbandes. Deren Profil war an adeligen Werten orientiert, die sich nicht ständisch exklusiv entfalteten. Die Autorin geht den Motiven und den neuen Lebensformen adeliger Frauen nach. Darüber hinaus werden Ida von Kortzfleisch, Elly Gans Edle Herrin zu Putlitz, Ruth von Kalckreuth, verheiratete Steiner, Agnes Freiin von Dincklage und Elsbeth von Oppen beispielhaft in Lebensbildern vorgestellt.

Die Publikation umfasst 488 Seiten und kann zum Preis von 17,00 Euro im Buchhandel oder direkt beim Verlag Kassel University Press bezogen werden.
ISBN 978-3-89958-904-7


Frauenschulen auf dem Lande - Reifensteiner Verband 1897-1997, Kassel 1997 (= Schriftenreihe des Archivs der deutschen Frauenbewegung, Bd.11, ISBN 3-926068-12-4, 2. Auflage), Informationen zu den Schulen, der Entstehung und den Zielen des Reifensteiner Verbandes.
Sie können die Publikation für 7,20 Euro im Buchhandel bestellen.

Die Wirtschaftlichen Frauenschulen des Reifensteiner Verbandes als neuer Schultyp in der modernen Berufsbildung. Ein Beitrag zu den Anfängen des ländlich-hauswirtschaftlichen Bildungswesens, in: Frauenwelten. Arbeit, Leben, Politik und Perspektiven auf dem Land. Eine kulturwissenschaftliche Schriftenreihe der Museen Bad Windsheim, Cloppenburg, Kiekeberg, Schleswig, hrsg. von Hermann Heidrich, Bad Windsheim 1999, S.99-119.

Frauen gestalten - Frauen bilden. Die Reifensteiner Schule Wittgenstein von 1928 bis 1990, in: Siegener Beiträge. Jahrbuch für regionale Geschichte 4/1999, S.117-153.

Agnes Freiin von Dincklage (1862-1962) - Leiterin der Landfrauenschule Obernkirchen von 1918 bis 1949, in: Schaumburger Landschaft (Hg.), Geschichte Schaumburger Frauen, Gütersloh 2000, S.142-153.

Frauenelite und Landfrauenbewegung in Württemberg. Der Landwirtschaftliche Hausfrauenverein als adelig-bürgerlicher Begegnungsraum, in: Flemming; Jens, Puppel, Pauline, Troßbach, Werner, Vanja, Christina, Wörner-Heil, Ortrud (Hg.), Lesarten der Geschichte. Ländliche Ordnungen und Geschlechterverhältnisse. Festschrift für Heide Wunder zum 65. Geburtstag, Kassel 2004.

Im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel wurde das Forschungsprojekt: "Erziehung des Adels zur Nation. Wirtschaftliche Frauenschulen und Kriegsschulen in Preußen von 1890 bis 1933" durchgeführt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wurde.

Sophie Henschel (1841-1915) - Lokomotivfabrikantin und Stifterin -, Kassel 2004, Euregioverlag, ISBN 3-933617-19-7.
Sophie Henschel setzte Maßstäbe als Mäzenin, im Wohlfahrtswesen und als Unternehmerin. Als langjährige Vorsitzende des Kasseler Frauenvereins des Roten Kreuzes begründete sie eine besondere Stiftungskultur von Frauen, die zur Bildung einer Solidargemeinschaft der Stadtbürger beitrug. Sie ist das erste Ehrenmitglied des Reifensteiner Verbandes.

Die Schulleiterinnen der Wirtschaftlichen Frauenschule Obernkirchen Agnes Freiin von Dincklage und Helene Morgenbesser, in: Schaumburger Profile, ein historisch-biographisches Handbuch, Teil 1, herausgegeben von Hubert Höing, Schaumburger Studien Band 66 Bielefeld 2008, S. 90-95 und 217-222.

Adelige Frauen in der Landfrauenschule Obernkirchen (1901-1970), in: Zur Geschichte der Erziehung und Bildung in Schaumburg, herausgegeben von Hubert Höing, Schaumburger Studien Band 69, Bielefeld 2007, S. 315-348.

Vorträge von Frau Dr. Wörner-Heil:

Professionalisierung von Frauenbildung in der ländlichen Hauswirtschaft. Frauenbildung in den Schulen des Reifensteiner Verbandes von 1897 bis 1990.

"Reifenstein ist weit mehr als eine Haushaltungsschule!" 100 Jahre Schulen des Reifensteiner Verbandes 1897 bis 1997.

"Der kleine Schneeball mußte rollen und eine Lawine werden!" - Der Reifensteiner Verband im Dienste der Frauenbildung.

"Zweier Flügel bedarf der Vogel" - Das Verhältnis des Reifensteiner Verbandes zur Frauenbewegung.

"Zwischen Gott und Erde" - Christliche Frauen und Fraueninteressen in den Reifensteiner Schulen.

Ruth Steiner (1879-1955). Die letzte Schlossherrin auf Schloss-Großlaupheim.

"Eckstein im Damenspiel - Neues von der Gründerin der Reifensteiner Schulen Ida von Kortzfleisch"

"Noblesse oblige und der Reifensteiner Verband. Vorstellung eines neuen Buches zur Geschichte des Verbandes und seiner Schulen."

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