Reifensteiner Verband e.V. - Verein ehemaliger Reifensteiner

Gegründet 1897
Geschäftsstelle: Postfach 10 11 33, 31111 Hildesheim
1. Vorsitzende: Frau Ina Farwick
2. Vorsitzende: Frau Karola Paul


Bundesmaidentag

In Goslar wurde am 9. November 2002 der "Maidentag berufstätiger Frauen" gegründet. Elf Gründungsmitglieder wohnten dem ersten Treffen bei. Gemeinsam wurden Wirkungskreis und Ziele festgelegt. Als örtlicher Maidentag mit einem Wirkungskreis, der das gesamte Bundesgebiet und das angrenzende Ausland umfasst, beschloss man den Zusammenhalt der Altmaiden zu fördern und die vorhandenen Potenziale der Mitglieder zu Aktivitäten der Frauenförderung zu nutzen. Der Maidentag trifft sich regelmässig und stellt für den Reifensteiner Verband und alle Altmaiden ein Internetforum zur Verfügung. Als überregionales Netzwerk möchte er Jung und Alt, Berufstätigen und Nichtberufstätigen offen stehen.

Der Maidentag wurde in den Bundesmaidentag umbenannt.

Maidentagsleiterin ist Frau Karola Paul, Wöltingerode 86/87.


13. Bundesmaidentag in Wittgenstein vom 16. bis 19. September 2016

Der Bundesmaidentag auf Tour: Maiden am Schlagzeug

Trommeln, Xylophon und Glockenspiel sowie laute Schellen erklangen als stimmungsvolle Kakophonie des spontanen Maiden-Mehrgenerationen-Orchesters. Gemeinsam waren etwa 40 Altmaiden in die Nähe der Reifensteiner Schule Wittgenstein/Birkelbach zurückgekehrt und erhielten in Bad Berleburg-Aue eine fachkundige Führung durch die Fertigung der Sonor Musikinstrumente. Zunächst erklärte der kaufmännische Geschäftsführer uns, welche Hölzer bei dem 1875 gegründeten Traditionsunternehmen zum Einsatz kommen und dann folgte ein Rundgang entlang der verschiedenen Arbeitsgänge. Der Höhepunkt war der Abschluss im Showroom, wo nach Herzenslust ausprobiert werden durfte. Schnell waren alle Schlagzeuge besetzt und man merkte, welche Energie in den Maiden steckte. Leicht hätten wir einen Konzertsaal für Tausende mit unserer spontanen Darbietung füllen können.
Den Abend zuvor hatten die meisten bereits im wunderschön gelegenen Gästehaus Wilgersdorf verbracht und dort war schon so manche Birkelbach Erinnerung ausgetauscht worden. Fotoalben lagen auf den Tischen und wurden verträumt, genussvoll, aber auch wild diskutierend durchgeblättert. Beim Abendessen mit Ausblick auf die Täler und Berge des Siegerlandes lernte man sich untereinander kennen und es war wunderbar so viele neue Gesichter im Kreis des Bundesmaidentages zu sehen. Grund der Reise war für viele der Besuch der ehemaligen Schule in Wittgenstein. Dort ging es nach dem musikalischen Auftakt hin.
Das Christliche Jugenddorfwerk Wittgenstein (CJD), hatte ein herzliches Willkommen vorbereitet und lud gleich zum Mittagessen ein. Im Speisesaal wurde wie zu Maidenzeiten das Essen serviert und die ehemalige Direktorin, Frau Rothe, saß auch wieder an ihrem angestammten Platz und jede Wittgensteinerin wusste noch genau zu berichten, wo denn damals ihr Platz gewesen war. Vieles war unverändert geblieben, einiges war anders, manches fehlte. Wo ist denn das Harmonium geblieben? Wo ist der Flügel aus der Bibliothek? Gibt es auf der Bühne noch Aufführungen? Warum musste ein Gebäude abgerissen werden? Unsere Gastgeberin, Frau Bremmer, wusste auf alles eine Antwort. Sie stellte uns auch noch die beiden Therapiepferde vor, nahm sich viel Zeit und zeigte uns, was nur möglich war.
Wie immer bei so einem Besuch, war die Besichtigungszeit viel zu kurz. Man hörte, wie noch diskutiert wurde, wo welche Ställe standen, und welche Tiersorten noch während der Ausbildung vorhanden waren. Andere besprachen die Einteilung der Gemüsebeete, während wieder andere bei den strengen Hausregeln und der Sperrstunde für die noch nicht 18jährigen in den sechziger Jahren gedanklich hängen blieben. Die Busfahrer durften ein experimentelles Wendemanöver mitmachen und die Wanderer einen steilen Berg erklimmen und entzückende Kälbchen bestaunen, um dann wieder vereint an der Kaffeetafel im Gasthof Afflerbach zu sitzen. Nun wurde doch noch eine halbe Stunde dem Zeitplan zugefügt und dann erst ging es erfüllt zurück nach Wilgersdorf. Man staunte, wie die Maiden herumgekommen waren. Einige berichteten von ihren Reisen, andere waren sogar aus den USA und der Schweiz angereist und andere hatten lange im Ausland gelebt. Auch das Berufsspektrum war weitreichend. Dass eine Maid jeder Situation gewachsen ist, zeigte der Besuch bei Sonor mit seinem Klangfarbenspektrum rein durch Maidenhand. Das globale Netzwerk der Maiden bringt uns hoffentlich in den kommenden Jahren noch oft zusammen!
Viola Heutger



12. Bundesmaidentag in Wiesbaden vom 30. August - 01. September 2013 mit Besuch der ehemaligen Schule Weilbach und Kloster Eberbach

Verwunschen wie eine Maidenschule, inmitten von Wald und Feldern, lag das Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod. 35 Maiden erreichten es mit Pkw oder dem selten verkehrenden Bus. Schnell wuchs die Gruppe beim fröhlichen Kaffeetrinken, gesunden Abendessen und gemütlichen Kennenlernabend zusammen. Auch 14 Weilbacher Maiden waren darunter - ein herumgereichtes Fotoalbum ließ Erinnerungen an Weilbach wach werden und voller Vorfreude erwartete man den Samstag. Am Vormittag verließ der Bus überpünktlich unsere Bleibe und brachte uns zum Heimatmuseum der Stadt Flörsheim, zu der Weilbach gehört. Zunächst war Zeit, eine wunderbare Ausstellung zur Rheinromantik anzuschauen. Da das Museum eine Dauerausstellung über die Weilbacher Schule plant, hatte Ina Farwick, die 1. Vorsitzende des Reifensteiner Verbandes, das frisch restaurierte Gemälde von "Tante Ida mit dem Knieschuss" mitgebracht, das früher als Originalbild von Ida von Kortzfleisch in Weilbach hing. Ratsvertreter, der damalige Bürgermeister, Vertreter der Museumswelt und Reporter waren neben uns Maiden anwesend, als das Gemälde feierlich enthüllt und dem Museum überreicht wurde. Mit Ansprachen und einem Umtrunk im Innenhof des Museums wurde dieses Ereignis gebührend gefeiert.(siehe auch Link Nachrichten)
Anschließend reisten wir weiter, nun endlich nach Weilbach selbst. Man labte sich an der kraftspendenden Schwefelquelle, deren Duft uns unfehlbar zu ihr leitete und dann auch schnell wieder ziehen ließ. Ein Mittagessen im Western Airport Country Hotel folgte. Unser Speisesaal befand sich auf Weilbacher Boden, nämlich auf dem Gelände des ehemaligen Schulgartens. Das frühere Schulgebäude selbst ist heute eine aufwendig renovierte Wohnanlage mit vorgesetzten Balkonen. Ein freundlicher Bewohner hatte in der Zeitung vom bevorstehenden Besuch der Maiden gelesen und ließ uns ins Innere des ehemaligen Internatsgebäudes eintreten.


Zu schnell mussten wir Abschied nehmen, denn es ging weiter zum ehrwürdigen Kloster Eberbach. Ein Eber hatte damals den zukünftigen Klösterlingen gezeigt, wo das fruchtbarste Land ist, und so kam das Zisterzienserkloster zu seinem Namen. Der große Komplex mit romanischen und frühgotischen Bauten war sehr gut instand gehalten. Wir wanderten in zwei Gruppen durch den Kreuzgang, besuchten die Basilika, den Kapitelsaal und das Dormitorium. Auf dem Rückweg durchquerten wir die ausgiebigen Weinkeller, die nun zu den Hessischen Staatsweingütern gehören. Der gepflegte Park machte auch großen Eindruck, und zufrieden fuhren alle wieder zum köstlichen Abendessen ins Wilhelm-Kempf-Haus.
Der Abend wurde zu einer langen Nacht, in der so mancher Wöltingeroder Klostergeist verkostet wurde. Die Kroatzbeere, die Kirsche, aber auch der Klosterkorn erfreuten sich großer Beliebtheit. Karola Paul hatte alles wunderbar organisiert und sogar noch an diese Freuden aus Wöltingerode gedacht.
Es war ein rundum gelungenes Treffen und alle hoffen, so ein wunderbares Wochenende in zwei Jahren in einer noch größeren Gruppe zu erleben.
Viola Heutger und Christa Böttcher


11. Bundesmaidentag Wöltingerode 7. - 9. Oktober 2011

Am Freitag 7.Oktober 2011 wurden wir, sowie einige Herren, pünktlich um 17.00 Uhr von Frau Paul im Klosterhotel Wöltingerode begrüßt und auf das Programm des Treffens eingestimmt.
Bei der anschließenden Klosterführung durch Herrn Vogs erfuhren wir viel über die wechselvolle Geschichte des Klosters und dass es 2008 schon seinen 800. Geburtstag hätte feiern können, was wohl aus Kostengründen unterblieben war. Vor allem die Wöltingeroder Altmaiden feierten begeistert Wiedersehen mit vielem Altbekannten.
Beim anschließenden üppigen Abendessen, frei nach dem Motto "man sollte dem Leib etwas Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen" (Th. von Avila), genossen wir das gemeinsame Beisammensein im ehemaligen Maidenwohnzimmer. Frau Paul verlas anschließend eine Grußbotschaft von Frau van Kempema (USA), die über ihre interessante Tätigkeit bei "Care" berichtete.

Am Samstag, 8. Oktober 2011 unternahmen wir bei herbstlich kühlem Wetter einen gemeinsamen Busausflug nach dem 1000-jährigen Quedlinburg mit Stadtführung, bei der wir Fachwerkhäuser aus 8 Jahrhunderten gezeigt bekamen, für die Quedlinburg als Weltkulturerbe berühmt ist. Anschließend durchstreiften wir Wernigerode auf eigene Faust, d.h. wir nutzten die freie Zeit mehr für interessante Gespräche bei Kaffee und Kuchen.
Abends, nach dem Essen, stellte Frau Lücke ihre fertiggestellte Chronik aller Maidennadeln sowie die Dokumentation mit Fotos von den Bundesmaidentagstreffen ab 2005 vor. Die allgemeine Stimmung war so gut, dass zum Abschluss mit großem Hallo mit dem "Nonnenhäubchen" auf ein frohes Wiedersehen in Wiesbaden 2013 angestoßen wurde.
Am Sonntag 9. Oktober 2011, nach dem gemeinsamen Frühstück, verabschiedeten sich alle Altmaiden und machten sich auf den Heimweg. Wir alle hatten wieder eine wunderbare Zeit miteinander.

A. Freifr. v. Buddenbrock, Dr. M. Thode-Eichstädt und G. Stegelmeier


10. Bundesmaidentag 2010 in Bernried am Starnberger See

Vom 10. September bis 12. September trafen sich 28 Maiden und 2 Maideriche im Kloster Bernried am Starnberger See. Bei wunderschönem Spätsommerwetter begrüßten Vertreterinnen des Münchener Maidentags die Teilnehmerinnen, die aus ganz Deutschland angereist waren. Besondere Anerkennung fand Frau Van Kempema (Obernkirchen 1962/63), denn sie hatte schon zum zweiten Mal die weite Anreise aus den USA auf sich genommen. Nach dem gemeinsamen Abendessen setzte man sich in gemütlicher Runde zusammen, während die letzten Nachzügler eintrafen.

Am nächsten Vormittag stand ein Besuch im Buchheim Museum auf dem Programm, das man zu Fuß am Seeufer entlang erreichen konnte. Lothar-Günther Buchheim, bekannt durch den Roman "Das Boot", hatte viele Talente. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller war er auch Maler, Grafiker, Fotograf und ganz besonders Sammler kurioser Dinge. Nicht nur die Führung durch die Ausstellung war ein besonderes Erlebnis, auch die interessante Architektur des Museums, dessen Gelände direkt an den Starnberger See angrenzt, kam bei herrlichem Wetter richtig zur Geltung.

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Bus nach Miesbach, um die ehemalige Frauenschule (dem Reifensteiner Verband angeschlossen) zu besuchen. Auch heute ist dort eine Berufsschule für Hauswirtschaft und Sozialpflege untergebracht, allerdings unter staatlicher Leitung. Durch den Komplex führte uns freundlich und sehr engagiert Frau Rinder, die stellvertretende Leiterin. Wir bestaunten das gut unterhaltene und zu Unterrichtszwecken hervorragend ausgestattete Haupthaus mit vielen historischen Fotos aus Maidenzeiten in den Fluren. Besonderes Interesse erregte natürlich die moderne Lehrküche: Computer unterstützen das Kochen. Nach Besichtigung der Unterkünfte in einem Nebengebäude für die internen Schüler/innen gab es dort Kaffee und Kuchen. Der "Zwetschgendatschi" war ein ganz besonderer Genuss.

Zurück in Bernried war nach dem Abendessen eine Führung durch das Kloster angesetzt worden. Eine Ordensschwester informierte uns in lebendigen Worten ausführlich über die Geschichte des Klosters, über den weltweit tätigen Orden der Missions-Benediktinerinnen sowie über das Leben im Kloster in heutiger Zeit.
Anschließend saßen alle wieder zusammen und tauschten sich über das gemeinsam Erlebte aus. Frau Karola Paul hörte viel Lob über die gelungene Organisation des Treffens und als Dank für die viele Arbeit im Vorfeld wurde ihr ein Geschenk überreicht. Erst nach Mitternacht löste sich die Versammlung auf. Eine Altmaid hatte nämlich am Abreisetag Geburtstag und wir feierten in den Geburtstag hinein.

C. Böttcher u. W. Lücke


9. Bundesmaidentag 2008 in Bad Bevensen-Medingen (Lüneburger Heide)

Am Wochenende, den 05. bis 07. September 2008 fand der Bundesmaidentag im Europäischen Bildungs - und Tagungshaus Bad Bevensen in Medingen bei Bad Bevensen statt.
Die Tagungsstätte befindet sich z. T. in sehr alten, historisch interessanten Gebäuden, das älteste aus dem Jahre 1541. Gleich neben der Tagungsstätte befindet sich das Kloster Medingen, heute ein Damenstift. Die Äbtissin selbst machte am letzten Tag eine sehr interessante und humorvolle Führung.
Ca. 25 Altmaiden und ein Maiderich haben sich zu dem Treffen auf den Weg gemacht. Die weiteste Anreise hatte eine Maid aus Florida, USA.
Am Freitag war bis 18.00 Uhr Anreise. Die Abende wurden zum gemütlichen Beisammensein mit intensivem Erinnerungsaustausch genutzt. Einige Altmaiden kamen nicht vor Mitternacht ins Bett.
Am Sonnabend war von Frau Paul eine Busfahrt nach Uelzen und Lüneburg organisiert worden. Schön ist es, daß Altmaiden vor Ort Frau Paul bei den Bundesmaidentag hilfreich zur Seite stehen.
In Uelzen wurde der durch Hundertwasser umgestaltete Bahnhof besichtigt. Außerdem gab es eine Führung durch eine Ausstellung von Hundertwasser Kunstwerken. Nach dem Mittagessen fuhren wir weiter nach Lüneburg. Dort gab es eine 1 stündige Stadtführung und anschließend war "freies Manöver" angesagt, was viele zu einer Einkehr zu Kaffee und Kuchen nutzten. Um 17.00 Uhr wurden wir von unserem Bus wieder beim Rathaus abgeholt.

Am Abreisetag, dem Sonntag, gab es noch die Möglichkeit, an einem Gottesdienst in der Klosterkirche teilzunehmen. Anschließend fand die schon erwähnte Führung durch Äbtissin persönlich statt. Die Führung hatte alle sehr begeistert. Die Äbtissin hatte die Geschichte des Klosters mit sehr viel Humor erklärt. Danach besichtigten wir noch die wunderschönen Stiftsgärten der Stiftsdamen. Sowohl der Gottesdienst als auch die Führung waren ein wunderschöner Abschluss des Bundesmaidentages.
W. Lücke

8. Bundesmaidentag 2007 in Marburg

Zum Bundesmaidentag reisten über 40 Maiden aus allen Himmelsrichtungen nach Marburg an, freundlich empfangen von Karola Paul. Allein die Schallwellen verrieten, wer da zu Abend aß. Die Maiden übertönten die andere Gästegruppe, die Jäger.
Wiedersehen, Kennen lernen und die gemeinsame Mahlzeit, ließen uns die Zeit vergessen. Karola Paul stellte uns das Programm vor.
Frau Martin, Leiterin des Marburger Maidentags, hatte schon gute Erfahrungen mit dem so geeigneten Hotel Carle, von dem wir Samstag per Bus in die Innenstadt starteten. Pünktlich zum Frühstück war auch Ina Farwick eingetroffen, zwischen allen Verpflichtungen.

2007 ist der 800. Geburtstag der Heiligen Elisabeth, ein Anlass, uns die Stadt unter dem Blickwinkel ihrer Berühmten Frauen anzuschauen. (Z. B. Bettina von Brentano, Caroline Schlegel-Schilling, Marie-Luise Kaschnitz, Hannah Arendt, Christine Brückner, Annemarie Schimmel).
Am Ende der Stadtführung besuchten wir noch die Elisabeth-Kirche. Sie wurde über dem Grab der Elisabeth anno 1235 - 1283 erbaut als die früheste rein gotische Hallenkirche östlich des Rheins und ist weitgehend erhalten, Die Marburger sind sich noch uneins über die Modernität ihrer Orgel über dem Westportal mit gut abgestimmtem Glasfenster von Georg Meistermann. Der Klang der Klais-Orgel findet hingegen großen Anklang.

Auf der Fahrt durch die hessische Mittel-Gebirgs-Landschaft, bei leider regnerisch-kühlem Wetter, winkte uns auf einem Berg das Hotel Seebode, ein schmuckes Fachwerkhaus. Ein feines Mittagsbuffet und ein köstliches Süppchen in der Nähe eines Kamins empfing uns zum Aufwärmen und Auftanken.
Frisch gestärkt ging es weiter zum Schloss Rauischholzhausen zu Kaffee und Kuchen.
Das Schloss wurde 750 erstmalig erwähnt, das Jetzige entstand 1871 und wurde auf Repräsentation ausgerichtet, heute Bildungsstätte der Universität Gießen. Es kann auch zu privaten Feiern angemietet werden.
Der großzügige Park imenglischen Stil angelegt, lädt bei gutem Wetter zu herrlichen Spaziergängen mit 600 Bäumen ein.

Das Tüpfelchen auf dem I war die Urzelle der Reifensteiner Schulen in Nieder-Ofleiden, die wir anschließend aufsuchten. Sie war das erste Haus das Ida von Kortzfleisch mit drei anderen Frauen 1897 eröffnete. Nach drei Jahren war das stattliche Haus bereits zu klein.
Die Gründerinnen wählten die Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen und bildeten daraus die Bezeichnung MAID. (Marie-Auguste-Ida-Dorette). Vor dem Treppenaufgang sind alle anwesenden Maiden im Foto von Waltraud Lücke zu betrachten. Wir konnten nur Garten und Haus von außen besichtigen, weil es bis heute in Familienbesitz ist.
Die Fassade des frei gelegenen Hauses auf einer Anhöhe ist mit oker farbenen Holzschindeln abgedeckt und hat grüne Fensterläden.

Der abendliche Dia-Vortrag, der bereits 24jährig verstorbenen Heiligen Elisabeth, konfrontierte uns mit der oftmals zwingenden und widrigen weltlichen und kirchlichen Macht. Elisabeth eigenständig widerstand, ihrer Berufung konsequent folgend. Als einzige Heilige nach der Reformation wird sie von beiden Konfessionen geachtet oder verehrt.

Unser großes Lob und vielfacher Dank, gilt heute Karola Paul, die allein verantwortlich diesen Bundesmaidentag hervorragend organisiert und wohltuend begleitet hat. Dem Marburger Maidentag, der beratend mittätig war, gilt ebenfalls unser Dank.

Der Abschied nach dem sonntäglichen Frühstück war noch von Gemütlichkeit und vielen Gesprächen bestimmt. Wir freuen uns, dass diese Veranstaltung flankierend zu den regionalen Maidentagen ins leben gerufen wurde, weil wir uns darauf einstellen müssen, dass dort immer weniger Maiden zusammen kommen.

W. Lücke, I. Manning, G. Stegelmeier, R. Bossert


7. Bundesmaidentag vom 17. bis 19. März 2006 in Reifenstein und Beinrode

Am Freitag 17.03.2006 fanden sich ca. 75 Maiden in der Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld/Uder ein. Frau Paul begrüßte uns und anschließend schnatterte die Maidenschar bei "Nasskuchen" und Kaffee.
Nach einer kurzen Ruhepause war das Abendbrot angesagt. Die Beinroder Maiden (Fr. Hoffmann) hatten die Tische mit kleinen Sonnenblumensträußchen liebevoll geschmückt. Danach begann unser gemütliche Abend.
Frau Paul machte uns zuerst mit der Organisation vertraut und dann stellten sich die Maiden einzeln vor. Schnell war es Mitternacht und um für den nächsten Tag gerüstet zu sein, ging es in die Kojen.
Nach einem herrlichen Frühstück brachte uns ein Bus und Privatwagen nach Reifenstein. Herr Goedecke (ehem. Verwaltungsdirektor im Eichsfeld Klinikum) führte uns fachkundig durch die Kirche Reifenstein, die Krypta und die dazugehörigen Anlagen. Der Grabstein von Ida von Kortzfleisch und die Pforte der Frauenschule erinnerte uns alle an die Zeit in unseren Schulen.
Durch Schnee und Kälte wanderten sogar ein paar Maiden zum Hotel Reifenstein. Hier erwartete uns ein wunderbares Mittagessen.
Danach ging es auf eine Kurzreise nach Beinrode. Hier führte uns Herr Hennig (techn . Leiter / Johanniter) durch das alte Gutshaus. In der ehemaligen Kückenbrüterei/Molkerei/ Waschküche jetzt Kapelle wurden wir mit dem typischen Schmandkuchen und Kaffee verwöhnt.
Dann ging es wieder zurück nach Uder.
Einige Maiden machten noch einen Spaziergang durch Uder und konnten dabei die herrliche St. Jakobus Kirche ansehen.
Nach dem Abendessen hörten wir einen sehr lebhaften und informativen Vortrag über die "Klosterlandschaft im Eichsfeld" von Herrn Holland (Heimatverein Eichsfeld).Mit einem gemeinsamen Abendlied klang der für uns alle sehr beeindruckende Tag aus.
Am Sonntag, nach dem Frühstück und einer kurzen Andacht, traten alle die Heimreise an. Frau Paul danken wir ganz besonders für die Organisation und ihre umsichtige und liebevolle Betreuung.
Wir freuen uns schon jetzt auf den 8. Bundesmaidentag 2007.
W. Lücke, I. Manning, G. Stegelmeier
Karola Paul

6. Bundesmaidentag vom 18. bis 20. Februar 2005 in Obernkirchen

Fünf fröhliche Maiden des Düsseldorfer Maidentages starteten am Morgen (18. Februar) im "Büschen" in Richtung Obernkirchen. Schnee empfing uns im Teutoburger Wald und Karola Paul im Stift!
Sie wies uns in die geschmackvollen und gemütlichen Zimmer ein. Um 16.00 Uhr trafen wir uns nach und nach im Kapitelssal des Stiftes, der früher Obernkirchener Esssaal war. Die Tische waren gedeckt und mit Blumen wunderschön dekoriert. Mistelzweige vervollständigen das Bild.
Mit erwartungsvollem Blick schauten wir nach bekannten Gesichtern aus unserer Maidenzeit. Anhand der Broschen konnten wir fürs Erste die verschiedenen Schulen erkennen. Manche fielen sich mit großem Erstaunen in die Arme und es gab Geschnatter und Geräuschpegel wie in alten Zeiten. So verklang der Abend für ca. 55 Teilnehmerinnen verschiedener Altersstufen.
Der neue Morgen begrüßte uns mit Neuschnee. Nach einem guten Frühstück waren wir geladene Gäste bei der Wiedereröffnung des Heimatmuseums durch den Bürgermeister. Den Maiden sind zwei Räume im renovierten Museum gewidmet und fabelhaft arangiert. Anschließend führte und Altäbtissin von Späth kundig durch die alten und neuen Stiftsräume und die Kirche. Wir sahen die Klappaltäre und die Kostbarkeiten der Prieche.
Nach gemeinsamen Mittagessen als geschlossene Gesellschaft fuhr uns ein Omnibus nach Bückeburg. Eine jungdynamische Schlossführerin geleitete uns kurzweilig durch das imposante Renaissance-Wasserschloss. Nach einer wärmenden Kaffeestunde in der ehemaligen "Hofapotheke" kehrten wir zurück hinter Kloster-Mauern. Dort empfing uns ein liebevoll angerichtetes Büfett. Der Vortrag von Frau Kuhlmann "Man sieht nur mit dem Herzen gut" bildete einen nachdenklichen Abschluss eines so ereignisreichen Wochenendes.
Frau Paul und Frau Kater gebührt unser besonderer Dank für die geglückte Organisation und persönliche Einrahmung dieses erfrischenden Treffens.

G. Stegelmeier und I. Manning

Zeitungsartikel zur Wiedereröffnung der Ausstellung im Berg- und Stadtmuseum Obernkirchen

60 Maiden erinnern sich: "Weißt du noch...?" Sechstes Bundesmaidentreffen des Reifensteiner Verbandes / Dauerausstellung im Museum eröffnet, Schaumburger Zeitung, 21.02.2005

5. Bundesmaidentreffen vom 20.-22.02.2004 in Goslar

Die Stadt Goslar hatte sich mit klarblauem Winterhimmel in Szene gesetzt, als die Teilnehmerinnen der diesjährigen Veranstaltung am Freitag im Jakobushaus eintrudelten. Nach dem Abendessen gab es zunächst eine Vorstellungsrunde (Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Hessen, Holland und vor allem Niedersachsen waren vertreten) und danach intensive Gespräche. Es wurde auch der Ort des 6. Bundesmaidentreffens ausgewählt.
Am Samstagvormittag erlebten die knapp 20 Maiden gemischter Jahrgänge eine ausgezeichnete Führung durch die Altstadt mit dem Schwerpunkt "Kirchen in Goslar", wie beim letzten Mal sachkundig und charmant geleitet von Frau D. Prüssner.
Nachmittags referierten Frau A. Bollmann und Frau V. Heutger in lockerer Form über "Wissenschaftlerinnen in Europa". Fazit: von der Gleichberechtigung in Führungspositionen sind wir immer noch sehr weit entfernt - dies war Anlass für eine lebhafte Diskussion.
Am Abend referierte Frau Zick zum Thema "Männer reden anders - Frauen auch". Wir haben erfahren warum Frauen und Männer oft an einander vorbeireden und Missverständnisse entstehen können. Viele fanden sich in den von Frau Zick vorgetragenen Beispielen wieder, es entwickelte sich im Anschluss an den Vortrag eine rege Diskussion.

C. Böttcher und Ina Farwick


Interessante Links für Frauen:

  • Suchmaschine, die nach deutschsprachigen Frauenseiten sucht.
  • Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. bietet Informationen zu aktuellen Themen, Vernetzungen zu den 54 angeschlossenen Frauenverbänden.

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