Reifensteiner Verband e.V. - Verein ehemaliger Reifensteiner

Gegründet 1897
Geschäftsstelle: Postfach 10 11 33, 31111 Hildesheim
1. Vorsitzende: Frau Ina Farwick
2. Vorsitzende: Frau Karola Paul


Bundesmaidentag

In Goslar wurde am 9. November 2002 der "Maidentag berufstätiger Frauen" gegründet. Elf Gründungsmitglieder wohnten dem ersten Treffen bei. Gemeinsam wurden Wirkungskreis und Ziele festgelegt. Als örtlicher Maidentag mit einem Wirkungskreis, der das gesamte Bundesgebiet und das angrenzende Ausland umfasst, beschloss man den Zusammenhalt der Altmaiden zu fördern und die vorhandenen Potenziale der Mitglieder zu Aktivitäten der Frauenförderung zu nutzen. Der Maidentag trifft sich regelmässig und stellt für den Reifensteiner Verband und alle Altmaiden ein Internetforum zur Verfügung. Als überregionales Netzwerk möchte er Jung und Alt, Berufstätigen und Nichtberufstätigen offen stehen.

Der Maidentag wurde in den Bundesmaidentag umbenannt.

Maidentagsleiterin ist Frau Karola Paul, Wöltingerode 86/87.


13. Bundesmaidentag in Wittgenstein vom 16. bis 19. September 2016

Der Bundesmaidentag auf Tour: Maiden am Schlagzeug

Trommeln, Xylophon und Glockenspiel sowie laute Schellen erklangen als stimmungsvolle Kakophonie des spontanen Maiden-Mehrgenerationen-Orchesters. Gemeinsam waren etwa 40 Altmaiden in die Nähe der Reifensteiner Schule Wittgenstein/Birkelbach zurückgekehrt und erhielten in Bad Berleburg-Aue eine fachkundige Führung durch die Fertigung der Sonor Musikinstrumente. Zunächst erklärte der kaufmännische Geschäftsführer uns, welche Hölzer bei dem 1875 gegründeten Traditionsunternehmen zum Einsatz kommen und dann folgte ein Rundgang entlang der verschiedenen Arbeitsgänge. Der Höhepunkt war der Abschluss im Showroom, wo nach Herzenslust ausprobiert werden durfte. Schnell waren alle Schlagzeuge besetzt und man merkte, welche Energie in den Maiden steckte. Leicht hätten wir einen Konzertsaal für Tausende mit unserer spontanen Darbietung füllen können.
Den Abend zuvor hatten die meisten bereits im wunderschön gelegenen Gästehaus Wilgersdorf verbracht und dort war schon so manche Birkelbach Erinnerung ausgetauscht worden. Fotoalben lagen auf den Tischen und wurden verträumt, genussvoll, aber auch wild diskutierend durchgeblättert. Beim Abendessen mit Ausblick auf die Täler und Berge des Siegerlandes lernte man sich untereinander kennen und es war wunderbar so viele neue Gesichter im Kreis des Bundesmaidentages zu sehen. Grund der Reise war für viele der Besuch der ehemaligen Schule in Wittgenstein. Dort ging es nach dem musikalischen Auftakt hin.
Das Christliche Jugenddorfwerk Wittgenstein (CJD), hatte ein herzliches Willkommen vorbereitet und lud gleich zum Mittagessen ein. Im Speisesaal wurde wie zu Maidenzeiten das Essen serviert und die ehemalige Direktorin, Frau Rothe, saß auch wieder an ihrem angestammten Platz und jede Wittgensteinerin wusste noch genau zu berichten, wo denn damals ihr Platz gewesen war. Vieles war unverändert geblieben, einiges war anders, manches fehlte. Wo ist denn das Harmonium geblieben? Wo ist der Flügel aus der Bibliothek? Gibt es auf der Bühne noch Aufführungen? Warum musste ein Gebäude abgerissen werden? Unsere Gastgeberin, Frau Bremmer, wusste auf alles eine Antwort. Sie stellte uns auch noch die beiden Therapiepferde vor, nahm sich viel Zeit und zeigte uns, was nur möglich war.
Wie immer bei so einem Besuch, war die Besichtigungszeit viel zu kurz. Man hörte, wie noch diskutiert wurde, wo welche Ställe standen, und welche Tiersorten noch während der Ausbildung vorhanden waren. Andere besprachen die Einteilung der Gemüsebeete, während wieder andere bei den strengen Hausregeln und der Sperrstunde für die noch nicht 18jährigen in den sechziger Jahren gedanklich hängen blieben. Die Busfahrer durften ein experimentelles Wendemanöver mitmachen und die Wanderer einen steilen Berg erklimmen und entzückende Kälbchen bestaunen, um dann wieder vereint an der Kaffeetafel im Gasthof Afflerbach zu sitzen. Nun wurde doch noch eine halbe Stunde dem Zeitplan zugefügt und dann erst ging es erfüllt zurück nach Wilgersdorf. Man staunte, wie die Maiden herumgekommen waren. Einige berichteten von ihren Reisen, andere waren sogar aus den USA und der Schweiz angereist und andere hatten lange im Ausland gelebt. Auch das Berufsspektrum war weitreichend. Dass eine Maid jeder Situation gewachsen ist, zeigte der Besuch bei Sonor mit seinem Klangfarbenspektrum rein durch Maidenhand. Das globale Netzwerk der Maiden bringt uns hoffentlich in den kommenden Jahren noch oft zusammen!
Viola Heutger


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