Reifensteiner Verband e.V. - Verein ehemaliger Reifensteiner

Gegründet 1897
Geschäftsstelle: Postfach 10 11 33, 31111 Hildesheim
1. Vorsitzende: Frau Ina Farwick
2. Vorsitzende: Frau Karola Paul


Beiträge zur Hauswirtschaft:

Der Reifensteiner Verband hat sich in den letzten Jahren, teilweise gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesfrauenrat, mehrfach dafür eingesetzt, dass in den niedersächsischen Allgemeinbildenden Schulen Alltagskompetenzen der Hauswirtschaft vermittelt werden.
Die Zahl der Menschen mit krankhaften Essstörungen und Fehlernährung steigt. Laut Robert Koch-Institut leiden beispielsweise rund 30 % der Mädchen und rund 15 % der Jungen zwischen 11 und 17 Jahren an Essstörungen. 51 % der erwachsenen Bevölkerung waren laut Statistischem Bundesamt (Pressemitteilung Juni 2010) in 2009 (Pressemitteilung vom 02.06.2010 übergewichtig. Insgesamt verursachen ernährungsbedingte Krankheiten dem Gesundheitswesen in Deutschland laut Schätzung der Bundesregierung in 2010 jährlich ca. 80 Milliarden Euro an Kosten, das ist ein Drittel der Gesamtkosten des Gesundheitswesens. Eltern und Kinder haben größten Teils verlernt bzw. nie gelernt wie man sich gesund ernährt.
Wie die Zahlen verdeutlichen, ist die Hauswirtschaft und die Vermittlung von Alltagskompetenzen nach wie vor wichtig. Wir wollen gemeinsam das Image der Hauswirtschaft verbessern.

Wenn Sie Beiträge zur Veröffentlichen zum Thema Hauswirtschaft haben, mailen Sie diese bitte an Ina Farwick, E-Mail: Ina.Farwick@web.de.

Ina Farwick
1. Vorsitzende des Reifensteiner Verbandes e.V.


Bericht zur Hauswirtschaft, Blatt der Altmaiden 509/2014:

"Hauswirtschaft - eine wichtige Grundlage für die Lebensqualität unserer Gesellschaft"

Mit großer Zustimmung haben die Delegierten des Niedersächsischen Landesfrauenrates die Resolution "Hauswirtschaft - eine wichtige Grundlage für die Lebensqualität unserer Gesellschaft" am 02. November 2013 verabschiedet, mit der die Landesregierung aufgefordert wird, ein Unterrichtsfach "Alltagskompetenz und Lebensökonomie" von der ersten bis zur zehnten Klasse verpflichtend an allen Schularten einzurichten.
Ina Farwick
1. Vorsitzende

Die Resolution "Hauswirtschaft - eine wichtige Grundlage für die Alltagskompetenz und Lebensökonomie" ist auf der Internetseite des Niedersächsischen Landesfrauenrates veröffentlicht.

Resolution Niedersächsischer Landesfrauenrat

Resolution Hauswirtschaft 2013


Auszug aus dem Bericht der Vorsitzenden, Blatt der Altmaiden 508/2013:

In 2007 lehnte die Kultusministerkonferenz (KMK) mehrheitlich die Einführung des Schulfachs Kochen ab, das vom Verbraucherschutzministerium angeregt wurde, da es wichtiger sei das Thema Ernährung fächerübergreifend zu thematisieren. Thüringens Kultusminister fand das Fach "aus grundsätzlichen Gründen" überflüssig. Der Landfrauenverband hat bundesweit Unterschriften gesammelt, auch unser Verband hat sich daran beteiligt. Nun befasste sich die KMK am 10.10.2013 erneut mit der Einführung des Fachs "Alltagskompetenz und Lebensökonomie".
Unseren Antrag beim Niedersächsischen Landesfrauenrat für die Resolution "Hauswirtschaft - eine wichtige Grundlage für die Lebensqualität unserer Gesellschaft" ist nun endgültig mit den Verbänden, Verband hauswirtschaftliche Berufe (MdH) Niedersachsen e.V., DHB Netzwerk Haushalt, Ev. Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen, dem Landfrauenverband Weser-Ems und dem Niedersächsischen Landfrauenverband Hannover, abgestimmt. Am 02.11.2013 wird über ihn bei der Delegiertenversammlung in Verden entschieden.
Ina Farwick
1. Vorsitzende


Auszug aus dem Bericht der Vorsitzenden, Blatt der Altmaiden 503/2013:

Auf Grund der veröffentlichten Berichte zur Hauswirtschaft wurde öfters nach unseren bisherigen Initiativen für die Hauswirtschaft gefragt. Frau Dunker arbeitet seit vielen Jahren im Dialog Hauswirtschaft mit, in dem 50 Frauen aus unterschiedlichsten hauswirtschaftlichen Einrichtungen, Verbänden, Institutionen und engagierte Privatpersonen beteiligt sind, ein vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium mit Unterstützung des Kultusministeriums gegründetes Netzwerk.
Zur Einrichtung eines Fonds für haushaltsnahe Dienstleistungen wurden von Frau Dunker Gespräche mit der Sozialministerin geführt. In einer Resolution habe ich, als Mitglied des Niedersächsischen Landesfrauenrates (LFR) im November 2007 gefordert, dass die haushaltsnahen Dienstleistungen durch einen Fonds, unter Beteiligung der Krankenkassen, zur Unterstützung zur Einrichtung von örtlichen Agenturen, die von einer Ökotrophologin oder einer Meisterin der Hauswirtschaft geleitet werden, gefördert werden. Die Dienstleistungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zur häuslichen Pflege sollen von Privathaushalten gebucht und von ausgebildeten Hauswirtschafterinnen, Hauswirtschafthelferinnen und angelernten Kräften für einfache Tätigkeiten durchgeführt werden. Nähere Informationen dazu werden im nächsten Bericht zur Hauswirtschaft veröffentlicht. Der Antrag wurde jedoch beim LFR abgelehnt. Im März 2011 haben Frau Dunker und ich an einer Fachtagung der Hochschule Osnabrück, der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft in der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft und dem Berufsverband der Meisterinnen und Meister der Hauswirtschaft Niedersachsen (MdH), mit dem wir im LFR eng zusammenarbeiten, zu haushaltsbezogenen Dienstleistungen, teilgenommen. Auch dort wurde die Notwendigkeit von Angeboten zu haushaltnahmen Dienstleistungen diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.
Zur Einführung des Hauswirtschaftsunterrichts an Allgemeinbildenden Schulen wurden mehrere Gespräche mit Schulpolitischen Sprechern des Niedersächsischen Landtages, mit Mitgliedern des Schulausschusses, dem Landesschulelternrates und drei Kultusministern sowie den zuständigen Staatssekretären geführt. In mehreren Schreiben an den Kultusminister habe ich die Notwendigkeit des Hauswirtschaftsunterrichts dargelegt. Am Welternährungstag, den 16.07.2007 haben Frau Dunker und ich einen Stand des LFR bei der Infa-Messe in Hannover organisiert. Beteiligt hatten sich Schülerinnen und Schüler der Berufsbildungsschulen Burgdorf und Peine. Wir haben Flyer gedruckt und viele Unterschriften gesammelt, mehrere Verbände des LFR haben sich daran beteiligt. Wir hatten bei der Maidentagsleiterinnentagung darüber berichtet. Im Januar 2010 wurde der Entwurf des Kerncurricular zum Hauswirtschaftsunterricht in den 7. und 8. Klassen an Real- und Hauptschulen vom Kultusministerium veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit Frau Dunker habe ich am 21.10.2010 dazu eine Stellungnahme abgegeben.
Die Thematik der Lehrerausbildung im Bereich der Hauswirtschaft und das Konzept zur Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer wurde mit dem Wissenschaftsminister Lutz Stratmann und Frau Prof. Dr. Alrun Niehage, Hochschule Osnabrück, und dem LFR diskutiert. Herr Minister Stratmann sagte eine Unterstützung der Stärkung des Lehramtes für Hauswirtschaft (Ökotrophologie) zu. Am 08.09.2011 habe ich in Osnabrück an einem Kolloquium Hauswirtschaft, zu dem Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka eingeladen hat, teilgenommen. Gemeinsam mit dem Kultusministerium und den Universitäten sollten gemeinsam die Lehramtsstudiengänge der Hauswirtschaft gestärkt werden.
Nicht alle Initiativen waren erfolgreich und nur gemeinsam können wir etwas für die Hauswirtschaft erreichen. Daher ist die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Verbänden, beispielsweise im Niedersächsischen Landesfrauenrat, wichtig. Leider wäre ein Aufnahmeantrag im Bundesfrauenrat für unseren Verband aussichtslos. Nutzen wir unsere Möglichkeiten. So haben Frau Dunker und ich in einem Gespräch am 01.11.2012 mit der Vorsitzenden des LFR und Frau Blömers, MdH, angeregt, dass ein Arbeitskreis "Frauen und Hauswirtschaft" im LFR gegründet wird. Ein erstes Gespräch mit den hauswirtschaftlichen Verbänden des LFR zur Gründung findet Mitte Februar 2013 statt.
Ina Farwick
1. Vorsitzende


Hauswirtschaft fällt auf, wenn sie ausfällt.

Jeder 2. Bürger in Deutschland ist zu dick - Mütter wünschen sich mehr Zeit für sich.
Arbeitsbelastung, Kinderbetreuung, Hausarbeit.
Die Familien im Jahr 2012 sind im Dauerstress!
Schlagzeilen, die wir jeden Tag in den Zeitungen lesen können.
Jetzt fällt auf, dass die Hauswirtschaft ausgefallen ist.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kann nur funktionieren, wenn Mütter und Väter auf diese Aufgabe vorbereitet werden. Hauswirtschaft muss als Pflichtfach an den allgemeinbildenden Schulen eingeführt werden.
Von 16 Bundesländern haben 14 Kultusminister in der Kultusministerkonferenz es abgelehnt, dieses Fach in den Stundenplan einzufügen. Bremen und Hamburg waren dafür.
Würde dieses Fach mit einem anderen Namen als "Hauswirtschaft" uns weiter helfen?
Bitte helfen Sie uns alle bei der Suche nach einem neuen Namen, oder sollte der Name "Hauswirtschaft" erhalten bleiben?

U. Dunker


"Ein leckeres Menü aus Essensresten"

Rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich auf dem Müll. Aus diesem Grund hat das NRW-Verbraucherministerium einen runden Tisch ins Leben gerufen, der Strategien gegen die Verschwendung erarbeitet und Aufklärungsarbeit leisten will, unter anderem in Schulen. In Kölner Schulen startet jetzt zu diesem Thema ein Pilotprojekt. Das Institut für Ernährung, Konsum und Gesundheit der Universität Paderborn hat ein pädagogisches Programm entwickelt, das Schülern ab Klasse sieben den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln näherbringen soll.
"Ziel ist, den jungen Menschen ein Werteverständnis nahezubringen und sie zu kritischen Konsumkompetenzen zu befähigen", so Silvia Leutnant von der Universität Paderborn. Die Schüler lernen etwa spielerisch in einem Koch-Duell, wie man aus Resten ein leckeres Menü zubereiten kann. Das Projekt steckt noch in der Testphase. Wenn sich das frisch erarbeitete Konzept bewährt, sollen weitere Schulen in ganz NRW teilnehmen können, so Ulrike Heuer, Leiterin des städtischen Schulentwicklungsamtes. (Auszug aus dem Kölner Stadtanzeiger im Mai 2012)
Auch der Niedersächsische LandFrauenverband Hannover hat das Thema aufgegriffen und einen Flyer herausgegeben, der im Internet unter www.landfrauen-nlv.de veröffentlicht wurde. Mit verschiedenen Aktionen, beispielsweise einem Memory über die Herkunft von Lebensmitteln, wurde am Tag des offenen Hofes am 17.06.2012 auf das Thema aufmerksam gemacht. Ursachen für die Lebensmittelverschwendung von 82 kg pro Bundesbürger im Jahr, sieht der LandFrauenverband z.B. in der mangelnden Wertschätzung, dem niedrigen Preisniveau, der Fehlplanung, der falschen Lagerung und im falschen Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum.

Ina Farwick
1. Vorsitzende des Reifensteiner Verbandes e.V.


Reifensteiner Verband am 16.10.2007 am Infa-Stand des Niedersächsischen Landesfrauenrates


Infa-Stand des Niedersächsischen Landesfrauenrates am Welternährungstag.

Zusammen mit dem Dialog Hauswirtschaft sowie Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschulen Burgdorf und Peine, Fachbereich Hauswirtschaft, hat sich der Reifensteiner Verband für die Stärkung der Alltagskompetenzen und die Einführung des Fachs Hauswirtschaft an den allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen eingesetzt.
Am Stand des Niedersächsischen Landesfrauenrates, wurden die Flyer verteilt und Unterschriften gesammelt. Die Schülerinnen und Schüler verteilten selbstgebackene Plätzchen und Kuchen.


Von Links: Frau Lüders (Dialog Hauswirtschaft), Frau Farwick (1. Vorsitzende des Reifensteiner Verbandes e.V.),
Frau Thümler (1. Vorsitzende des Nieders. Landesfrauenrates) sowie Frau Dunker (Reifensteiner Verband und Dialog Hauswirtschaft).

Flyer - Hauswirtschaft ist mehr als Ernährung.


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